Staudinger, U. M., Freund, A., Linden, M., & Maas, I. (2010). Selbst, Persönlichkeit und Lebensgestaltung: Psychologische Widerstandsfähigkeit und Vulnerabilität. In U. Lindenberger, J. Smith, K. U. Mayer, & P. B. Baltes (Eds.), Die Berliner Altersstudie (3rd ed., pp. 345–374). Berlin: Akademie Verlag.

 

Zusammenfassung

 

Das Kapitel beschreibt zunächst verschiedene Charakteristiken des Selbst und der Persönlichkeit im Alter (Persönlichkeitseigenschaften, Selbstdefinition, Zeiterleben, subjektives Lebensinvestment, Bewältigungsstile, Gefühle) und in welcher Beziehung diese zur Zufriedenheit mit dem eigenen Altern stehen. Außerdem wird ausgehend von einem Arbeitsmodell psychologischer Widerstandsfähigkeit (Resilienz) im Alter untersucht, ob solche selbstbezogenen Charakteristiken auf korrelativer Ebene protektiven Wert haben, wenn körperliche oder sozioökonomische Risiken vorliegen. Schließlich dienen zwei Extremgruppen, die der extrem Widerstandsfähigen und die der extrem Vulnerablen, dazu, diese Charakteristiken gemeinsam auf ihren protektiven Wert hin zu untersuchen. Insgesamt weisen die Ergebnisse auf die moderierende Kraft von Selbst und Persönlichkeit hin, was den Zusammenhang zwischen Alterszufriedenheit und körperlichen und sozioökonomischen Risikofaktoren angeht. Für sozioökonomische und körperliche Risiken ergeben sich dabei bei korrelativer Betrachtung unterschiedliche protektive Profile.